Discussion: Schweizer Steuerstrategie

Description of the discussion

Der Schweizer Unternehmensstandort unter Druck! Wie könnte eine sinnvolle Steuerstrategie aussehen - liebe Kollegen? 

Die EU kritisiert das Schweizer  Steuerregime - insbesondere die Steuerprivilegien für Holding- und Verwaltungsgesellschaften. Die Schweiz steht  unter Druck und sollte zeitnah Lösungsvorschläge präsentieren,  ansonsten die Schweizer Regierung einseitige Massnahmen gegen den Schweizer Standort erwartet. 

Es wird die Abschaffung der von der EU kritisierten Steuerpraktiken erwartet, womit die unterschiedliche Behandlung inländischer und ausländische Gewinne aufgegen werden soll.

Es stellt sich nun die Frage, wie diese Standortvorteile kompensiert werden können, um die Standortattraktivität für ausländische Unternehmen gegenüber dem Ausland halten und eine Abwanderung dieser doch teilweise sehr Standort-flexiblen Unternehmen verhindern zu können. Es werden verschiedene Ideen diskutiert - zum Beispiel

- Absenken des Schweiz-weiten Steuernivaus für Unternehmen auf 12-14%

- Einführen der Lizenz-Box-Idee - analog dem Konzept des Kantons Nidwalden

Ich würde gerne mit den Schweizer Kollegen die Diskussion eröffnen und fragen, 

- welche Ideen sie der Schweizer Regierung vorschlagen würden, 

- welche Strategie die Schweizer Regierung  einschlagen soll, 

- wie das inter-kantonale Problem in Sachen finanzielle Kompensation unter den Kantonen und dem Bund zu erfolgen hat?

Die Schweiz hat über 20 Jahre eine erfolgreiche Standortpolitik betrieben und viele internationale Firmen angesiedelt. Diese harte Arbeit und einmalige Erfolgsgeschichte werden in ihrem Fundament angegriffen und stehen im Fokus. Diese Diskussion soll Ideen aufzeigen, fördern und hinterfragen. 

 

Auf eine rege Diskussion! 

 

 

Comments

Urs.Rindlisbacher

Die Schweiz muss Stellung beziehen

Klar ist, dass die Schweiz einen Gegen-Pool aufstellen muss gerade im Hinblick auf die luxemburische Steuerstrategie! 

 

Ich denke wie in allem ein guter mix von diversen Werkzeugen ist das richtige Mittel. Somit würde ich eine Lizenz-Box-Idee unbedingt weiterverfolgen, ev. nicht so tief im Steuersatz wie im Kanton Nidwalden... Auch eine allgemeine Absenkung des Steuerniveaus für alle Unternehmungen finde ich ein absolut gutes Mittel.

 

Das Thema Verwaltungs-/Domizilgesellschaft ist aber aus meiner Optik nicht mehr opportun und sollte nicht weiter verfolgt werden, da diese schon stark im Fokus von den ausländischen Steuerbehörden sind und ich dieses Freistellen nach der Quelle der Einkünfte provokant finde.